Druckversion

Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V.

Das Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. wurde im Jahr 2004 in Nürnberg gegründet. Seither hat es zahlreiche Projekte gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus durchgeführt. Seit 2005 wurden mehrere hundert Zeitzeugengespräche mit den Holocaust-Überlebenden Josef Jakubowicz (1925-2013) und Franz Rosenbach (1927-2012) an Schulen durchgeführt. Darüber hinaus konnten wir Holocaust-Überlebende aus Israel, den USA und Polen zu Begegnungen nach Nürnberg einladen. Wir waren Teil eines internationalen Forschungsprojekts zur Dokumentation der Lebensgeschichten ehemaliger Zwangs- und Sklavenarbeiter. 2006 organisierten wir eine deutsch-polnische Jugendbegegnung zum Thema Rechtsextremismus in Deutschland und Polen.

Von 2009 bis 2012 führten wir das Projekt Tacheles! Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus in der Jugendarbeit in Mittel- und Oberfranken durch, bei dem zehntausend Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht wurden. In den Jahren 2012 bis 2013 führten wir mehr als einhundert Veranstaltungen durch, darunter Aufklärungsvortraege zum aktuellen Neonazismus, Zeitzeugengespraeche mit den Holocaust-Überlebenden Siegfried Heilig und Eva Franz sowie Workshops zum Umgang mit rechten Parolen.

Mehr Informationen und aktuelle Bildungsangebote gegen Neonazismus und Rassismus finden Sie auf der Internetseite des ISFBB

Birgit Mair (Diplom-Sozialwirtin) Ausstellungsmacherin und Referentin

=""
Birgit Mair wurde 1967 in Österreich geboren und ist dort aufgewachsen. Anfang der 1990er Jahre war die Wahl-Nürnbergerin stellvertretende Gesamtvertrauensperson der ausländischen Beschäftigten bei der Stadt Nürnberg. In den 1990er Jahren betreute sie zehn Jahre lang die Ausstellung Faszination & Gewalt Nürnberg und der Nationalsozialismus und unterrichtete im Internationalen Frauen- und Mädchenzentrum Nürnberg Deutsch als Fremdsprache. 2001 absolvierte sie das Studium der Sozialwissenschaften an der Universität Erlangen-Nürnberg. Von 2001 bis 2003 führte sie im Rahmen des Projekts Xenos Nürnberg interkulturelle Trainings durch. 2004 gründete sie das Institut für sozialwissenschaftliche Forschung, Bildung und Beratung (ISFBB) e.V. Sie konzipierte biografische Ausstellungen über Holocaust-Überlebende. Von 2009 bis 2012 leitete sie das Projekt Tacheles! Handlungsstrategien gegen Rechtsextremismus und führte Fachtagungen zum Umgang mit Neonazismus und Rassismus durch. 2012 führte sie in Nürnberg gemeinsam mit dem Verein Junge Stimme eine Vortragsreihe und einen Literaturwettbewerb zu Alltagsrassismus durch. Bis 2013 war sie Referentin für das Projekt STOPP! Gegen Rassismus für Zivilcourage des Sozialdienstes katholischer Frauen in Bamberg. Seit Jahren betreut sie die Ausstellung Rechtsradikalismus in Bayern des BayernForums der Friedrich-Ebert-Stiftung, begleitet Holocaust-Überlebende bei Zeitzeugengesprächen und hält Aufklärungsvorträge zum aktuellen Neonazismus. 2012/13 beobachtete sie den bayerischen NSU-Untersuchungsausschuss und konzipierte die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen".

Ausgewählte Publikationen und Beiträge von Birgit Mair:

  • Überlebensberichte von Josef Jakubowicz eine biographische Analyse. Nürnberg 2006
  • Zwei Kriege überlebt Bosnische Roma als Bürgerkriegsflüchtlinge in Deutschland in: Hitlers Sklaven lebensgeschichtliche Analysen zur Zwangsarbeit im internationalen Vergleich. Hg. von Plato, Alexander/Leh, Almut/Tonfeld, Christoph. Wien/Berlin 2008, Englischsprachige Ausgabe: Hitlers Slaves, New York 2010
  • Strategien gegen Neonazismus und Rassismus unter besonderer Berücksichtigung der Jugendarbeit. Ergebnisse zweiter Fachtagungen und von Multiplikatorenfortbildungen in Mittel- und Oberfranken 2009-2012. Nürnberg 2012.
  • Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen - Begleitband zur Ausstellung (2013, 60 Seiten)
  • Pegida Nürnberg - Analyse der Redeinhalte (2015, 20 Seiten)
  • Extreme Rechte und Rassismus in Bayern - Eine Bestandsaufnahme und was wir dagegen tun können (Birgit Mair im Auftrag des Bayerischen Seminars für Politik ( 2015, 35 Seiten)


  • Leonhard F. Seidl (Autor und Diplom-Sozialpädagoge) Referent und Lektor

    =""

    Leonhard F. Seidl wurde 1976 in München geboren und lebt als Autor, Sozialpädagoge und Dozent für Kreatives Schreiben in Nürnberg. Nach einer Krankenpflegeausbildung studierte er Soziale Arbeit in Nürnberg. Seine Diplomarbeit Beschriebene Blätter- Kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen wurde wie viele seiner Prosatexte ausgezeichnet. Seit 2007 führt er Schreibwerkstätten und Gewaltpräventionsprojekte mit Kindern, Jugendlichen, Senioren und Menschen mit psychischer Erkrankung, mit und ohne Behinderung durch. Zudem war er jahrelang in der offenen Kinder- und Jugendarbeit und als Jugendbildungsreferent ttig. Seidl ist Gründungsmitglied des 2008 gegründeten Gewaltpräventionsvereins Pro Prävention. Sein im Juli 2011 erschienenes Romandebüt Mutterkorn, das die Pogrome von Rostock-Lichtenhagen 1992 und den geplanten Anschlag auf die Grundsteinlegung des jüdischen Kulturzentrums in München 2003 thematisiert, präsentierte er bei deutschlandweiten Lesungen. Er ist Pate zweier Schulen für Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage, Mitglied im Verband deutscher Schriftsteller in ver.di und Juror u. a. des Literaturwettbewerbes der Jungen Stimme e.V. zum Thema Alltagsrassismus. Nach einer Reihe von Anschlägen durch Neonazis in Franken initiierte er im Februar 2012 die Solidätsveranstaltung NazitERROR? Kultur hilft! 2013 lektorierte er die Ausstellung "Die Opfer des NSU und die Aufarbeitung der Verbrechen". Im Februar 2014 erscheint sein Kriminalroman Genagelt.

    Weitere Informationen siehe Internetseite: www.textartelier.de

    Publikationen von Leonhard F. Seidl : Mutterkorn. Roman. Kulturmaschinen. Berlin 2011 Mundpropaganda. Landschaft mit Ufo. Kröner/Nöl/Seidl/Falberg (Hg.). Ursus Verlag. Bad Hindelang 2007

    Stumme Schreie. Eine Anthologie der Schreibwerkstatt Beschriebene Blätter in der JVA Ebrach. Wolfgang A. Senft & Leonhard F. Seidl (Hg.). Engelsdorfer Verlag 2006 Veröffentlichungen in deutschen und Österreichischen Literaturzeitschriften, Anthologien, Tageszeitungen und Magazinen.

    Preise und Auszeichnungen (Auswahl):

    2007 Stipendiat des "Bayerischen Seminars für Politik e. V." für politisch aktive junge SchriftstellerInnen

    2007 5. Preis beim Literaturwettbewerb des Michael-Müller-Verlages unter Pseudonym Arjuna Bhagavad

    2007 Preis der Stadtmission Nürnberg e. V. in Kooperation mit der Evangelischen Hochschule Nürnberg für die Diplomarbeit Beschriebene Blätter- Kreatives Schreiben mit straffälligen Jugendlichen

    2005 2. Preis Literaturwettbewerb der Nürnberger Kulturläden

    2004 1. Preis Kurzgeschichtenwettbewerb Pop goes Literature
     
    Impressum: ISFBB e.V., Adamstraße 37, D-90489 Nürnberg
    Tel. 0911-54055934, Fax 0911-54055935, birgitmair@t-online.de